Modifikation Life Raft System für EC155

Neue Notfallauslösegriffe erhöhen die Überlebenswahrscheinlichkeit nach einer Notwasserung und erfüllen die Anforderungen der EASA Part-26

Die SPAES GmbH & Co. KG, ein nach EASA Part 21J genehmigtes Entwicklungsunternehmen (DOA), hat ein Supplemental Type Certificate (STC) für die Installation zusätzlicher Auslösegriffe für Rettungsflöße am EC155-Hubschrauber entwickelt. Damit wird die Einhaltung der Verordnung (EU) 2022/1254, insbesondere Part-26, Abschnitt 26.420 über Notfallausrüstung für Überwasserflüge, sichergestellt.

Die Modifikation gilt für EC155-Hubschrauber, die im HEMS- und Offshore-Betrieb eingesetzt und für IFR zugelassen sind. Diese Hubschrauber verfügen bereits über werkseitig installierte Rettungsflöße, die unterhalb der Passagiertüren auf beiden Seiten des Rumpfes angebracht sind. In der ursprünglichen Konfiguration konnten die Rettungsflöße entweder aus dem Cockpit oder über einen externen Griff am Rumpf zwischen Crew- und Passagiertüren ausgelöst werden.

Um die neuesten Anforderungen an die Lufttüchtigkeit bei Überwasserflügen zu erfüllen, führt das SPAES STC einen dritten Auslösegriff auf jeder Seite ein, der direkt an den Floßcontainern installiert ist. Damit können die Rettungsflöße auch von Überlebenden im Wasser ausgelöst werden – selbst im Falle eines gekenterten Hubschraubers.

Wesentliche Modifikationsdetails:

  • Installation eines zusätzlichen externen Griffes pro Seite, direkt an den Floßcontainern
  • Die bestehenden internen und externen Seilzugsysteme bleiben unverändert
  • Nutzung der originalen Anschlussbox, die Cockpit- und Außengriffe mit dem Auslösezug verbindet
  • Jeder neue Griff ist im unteren Rumpfbereich (Belly Area) installiert und mit einem schwarz-gelben Schild zur hohen Sichtbarkeit markiert
  • Eine zusätzliche Hinweistafel bietet klare Anweisungen zur Nutzung im Notfall

„Dieses STC stellt sicher, dass Betreiber des EC155 die neuesten Sicherheitsvorgaben vollständig erfüllen und gleichzeitig die Überlebenschancen von Besatzung und Passagieren in Offshore-Szenarien erheblich verbessert werden“, sagt Projektleiter Fabian Passler von der SPAES GmbH & Co. KG. „Durch die Ergänzung eines tief positionierten Auslösegriffes können Überlebende im Wasser die Rettungsflöße auch in den kritischsten Situationen aktivieren – einschließlich eines gekenterten Hubschraubers.“

Die Modifikation ist so ausgelegt, dass sie auf beiden Seiten des Luftfahrzeugs durchgeführt werden kann, ohne die bestehenden Auslösemechanismen zu beeinträchtigen. Die Installation erfolgt durch eine nach Part-145 zertifizierte Instandhaltungsorganisation im Auftrag des Betreibers.

Das STC ist ab sofort über SPAES verfügbar.

Kontakt

+49 721 963 17 750
news@spaes.de

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